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Story ::.
Ich wurde in Meridell, genauer gesagt, am Rande, in der Nähe von Illusen's Hain, als grüner Ixi geboren. Meine Familie war nicht groß, aber auch nicht klein. Ixis neigen dazu, in Rudeln zu leben.
Ich hatte drei Geschwister, zwei ältere Brüder und eine jüngere Schwester. Mit uns lebten meine Eltern, alle meine Onkel und Tanten (und das waren immerhin dreizehn) und meine Großeltern.
Meine Brüder waren immer bei meiner Schwester und behüteten sie wie ihren Schatz. Meine Eltern kümmerten sich fürsorglich und beispielhaft um uns alle, ich wurde keinesfalls benachteiligt...
Du wirst dich bestimmt fragen, 'Warum lebt dieses... Ding jetzt hier, in dieser heruntergekommenen Höhle, wenn es doch eine liebende Familie hat?'
Er grinst bösartig, und du musst unwillkürlich schlucken.
Als ich elf Jahre alt war, habe ich endlich einen besten Freund gefunden. Bis dahin war ich bei anderen als Außenseiter verschrien. Er war auch ein Außenseiter, und so wurden wir unzertrennliche Freunde. Ständig waren wir beieinander, meine Mutter hat uns sogar als siamesische Zwillinge beschrieben.
Er scheint in schönen Erinnerungen zu schwelgen, denn sein Grinsen verwandelt sich in ein friedliches Lächeln.
Mit dreizehn sind wir Illusen besuchen gegangen. Sie war eine enge Freundin meiner Familie, aber an diesem Tage war sie nicht da. Stattdessen fanden wir ein kleines, lilanes Ei in einer Spalte. Es hat uns unwillkürlich neugierig gemacht, und wir sind hingegangen, um es näher zu untersuchen. Kindlicher Übermut.
Er lacht freudlos.
Leicht habe ich es berührt, aber es hat sich nicht gerührt. Mein Freund hat es dann kurzentschlossen gepackt, und wir sind mit dem Ei hinausgegangen. Ja, ich weiß, wir haben gestohlen... aber wir waren in der Phase, in der man seine Grenzen ausprobiert.
Draußen sind wir zum Schloss gegangen. Wir alle wussten, wie der König war, und besuchten ihn nicht gerne. Aber wir wollten wissen, was das für ein seltsames Ei war, und im Schloss gäbe es doch bestimmt jemanden, der es uns erklären könnte. Gerade auf der Hälfte des Weges sind wir dann in einen Haufen Menschen geraten.
Er spuckt das Wort verächtlich aus.
Es waren hunderte. Irgendetwas musste los sein. Plötzlich hat sich dann ein Mensch zu uns umgedreht, und eine Gier flammte in seinen Augen auf, als er meinen Freund erblickt hat. Er hatte das Ei immer noch in der Hand.
Als der Mensch näher gekommen ist, bin ich unwillkürlich zurückgeschreckt. Von dieser Bewegung wurden auch andere Menschen auf uns aufmerksam, und viele bekamen dieselbe Gier in den Augen wie der erste.
Später wurde mir klar, dass er damals ein Darigan Draik Ei in den Händen gehalten hatte.
Wie dem auch sei; wir waren zwei junge, kleine Ixis und hatten ein wertvolles Ei in den Händen. Die Menschen müssen gedacht haben, es sieht ja eh keiner, und dass sie sich schnell um ein paar Millionen bereichern werden würden und derlei Dinge. Wir sind fortgerannt, unschuldig wie wir waren, konnten wir diese Gier nicht ertragen.
Er lächelt bitter. Du bekommst eine Ahnung, was als nächstes passieren wird.
Na ja, die Menschen verfolgten uns natürlich - wie groß ist die Chance, dass einem ein Draik Ei praktisch in die Hände fällt? Wir sind gerannt, als ob der Teufel hinter uns her wäre, aber die Menschen waren schneller.
Einer hat dann meinen Freund gepackt und ihm das Ei abgenommen. Ich bin etwas schneller als er gewesen und habe mich dann in einer Höhle verbarrikadiert, ohne auf meinen Freund zu warten - ich hatte zuviel Angst.
Nun, als ich mich etwa einer Stunde wieder hinaustraute - ich kann dir die genaue Dauer nicht sagen, da ich jegliches Zeitgefühl verloren hatte - war niemand mehr da, weder mein Freund, noch die Menschen.
Und ich habe ihn danach nie wieder gesehen.
Er gibt dir eine kleine, schmutzige Tasse mit kitschigen Symbolen. In dieser Tasse blubbert etwas, das leicht an Tee erinnert. Du sollst es wohl trinken, nimmst auch einen Schluck und musst gegen einen Brechreiz ankämpfen.
Als ich zu meiner Familie zurückkehrte, war ich viel ruhiger als zuvor. Ich war größtenteils bei König Hagan, und ich habe mir Wissen über schwarze Magie angeeignet. Dabei stand, dass Draiks von allen Pets die stärkste Magie hatten. Also habe ich meine Zeit damit verbracht, Draiks zu jagen und ihre Magie zu fressen. Sie selbst blieben dabei völlig unbeschadet.
Seine Augen fangen an, irre zu funkeln. Vielleicht, beschließt du, war es doch keine so gute Idee, ihn zu besuchen.
Aber wie das so bei schwarzer Magie ist, verformte sich mein Körper langsam, sodaß auch meine blinde Familie es irgendwann bemerken musste.
Meine Augen wurden orange, mein Fell verdunkelte sich und meine Hörner wuchsen und wuchsen, bis sie riesig waren. Auch mein Körper wuchs, und bald war ich größer als mein Vater.
Mein sechzehnter Geburtstag war der Tag, an dem sie herausfanden, was ich manchmal praktizierte, und ich wurde weggeschickt, ohne ein 'Auf Wiedersehen'. Nun, das machte mir nichts aus - sie waren immer Fremde gewesen.
Du holst tief Luft. Das vor dir ist eindeutig ein Psychopath. Was tust du noch hier? Warum läufst du nicht fort? Deine Beine fühlen sich an, als würde eine unsichtbare Klammer sie festhalten.
Der Ixi... oder was er auch immer ist, seufzt.
Bald bin ich auf Sophie, die Sumpfhexe, getroffen. Sie sah aus wie ich, und so hat sie mich unter ihre Fittiche genommen und mir viel mehr beigebracht, als alle Bücher es zusammen könnten.
Doch trotzdem habe ich noch Draikmagie gestohlen. Wieso auch nicht? Es machte mich stark und ich könnte Rache nehmen.
Irgendwann kam auch Sophie dahinter. Dass auch sie mich verstoßen hat, hat mich ziemlich getroffen, sie war mein Vorbild.
Nach Sophie streifte ich ruhelos durch ganz Neopia, einige Jahre lang. Mir ist viel passiert, und als ich ein zu starkes Darigan Draik gezapft habe, hat er sich in meine Haut eingefressen.
Er lässt seine Kleidung durch einen kurzen Handgriff ein wenig verrutschen, und zum Vorschein kommen zwei Schultern, die übersät sind von schwarzen Malen in Form von Tränen - also gehört auch die Träne auf seiner Wange zu diesem Fluch.
Na ja, letzten Endes habe ich gewonnen und was jetzt mit diesem Draik ist, weiß ich nicht mehr.
Eines Tages bin ich dann Shou begegnet, dem Draik von Neko. Es hat mich verwundert, dass er kein Stückchen Magie in seinem Körper hatte, und als ich ihn diebesbezüglich untersuchen wollte, hat er mich einfach gepackt und mitgeschleift. Brutales, unsensibles Pet, wirklich.
Er knurrt wütend.
Und seitdem lebe ich hier, im Geisterwald. Neko's Haus ist ein paar hundert Meter entfernt.
.:: Familie ::.
Soviel zu mir. Doch warum bist du hier? Fragt er dich plötzlich.
Ah...! Hättest du das doch fast vergessen, du Tollpatsch. Du übergibst Varasz umsichtig die Pergamentrolle, und er rollt sie aus.
Nach einigen Sekunden Schweigen überwältigt dich deine Neugier.
Was ist das? Du willst es wirklich wissen - worum kann es in einer Pergamentrolle, von einem geistigen Kleinkind (der Schrift nach zu urteilen) verfasst, wohl gehen?
Eine Familieneinführung. Grinst das grüne Wesen und hält dir die Rolle vor die Augen. Du hast erst Probleme, die unordentliche, zittrige Schrift zu lesen, aber irgendwann gewöhnst du dich daran.
Lieber Varasz!
Du könntest dich ruhig mal wieder bei uns melden. Bin ich denn umsonst das, was einer Besitzerin am nächsten kommt? Argh.
Shou vermisst dich auch schon to--
Du kannst nicht weiterlesen, da die Tinte an dieser Stelle verschmiert und mit Kratzspuren geziert ist.
Wie dem auch sei, komm' doch bitte mal wieder nach Hause. Und falls du dich nicht an uns erinnerst, hier eine kleine Gedächtnissütze.
Die nächsten Abschnitte sind in einzelne kleine Vorstellungstexte mit einem Bild gegliedert.

Das bin ich. Vielleicht erinnerst du dich ein wenig an mich. Ich bin nervig, laut, faul, unlustig und größenwahnsinnig und habe schwarzes Haar mit ehemals roten Strähnen, die jetzt braun sind. Argh. Mehr gibt es über mich nicht zu sagen, du kennst mich ja und ich bin eh viel zu normal für die Welt.

Shochochan, du weißt ja, Shou, mein Draik. Er ist nervig, laut, unlustig und größenwahnsinnig. Er ist mir ein klein wenig ähnlich, aber nicht viel. Er hat dank eines qualitativ schlechten Draik Trans pinke Flügel, der Arme. Sonst trägt er einen Schal, weil er sehr gerne im Kalten ist und das auf Dauer unlustig sein kann.
Nachtstaub, diese Woche wird er aber nur Nocturno genannt. Nächste bekommt er wieder einen anderen Namen. Er ist faul, chronisch desinteressiert und mag es überhaupt nicht, im Mittelpunkt zu stehen. Er ist bei irgendeiner Geheimorganisation, irgendwas mit Akatoki oder so, mich interessieren die Privatsachen meiner Pets nicht. 
Hier haben wir Calystegia, also Calys. Er wird von allen als mutig, tapfer und furchtlos angesehen, dabei ist er nur zu dumm, um Gefahr zu erkennen. Aber verrate ihm nicht, dass ich ihn so genannt habe, hehe. Er hört dauernd Musik, ich habe keine Ahnung, was. Er hat das Taktgefühl eines Toastbrotes und eine Sensibilität eines Zementblockes, also ist er ein Toastbrotzementblock. Hm. 
Und natürlich der kleine LavitoLoca, unser Loca. Er hat eine klare Sicht auf alle Dinge, verbringt seine Zeit statt Gegen-Ungerechtigkeit-Kämpfen aber lieber mit Faulenzen und Bücher lesen. Er ist ein Besserwisser (wenn er nicht schläft), aber ein liebenswerter, und ich glaube, von allen meinen Pets hat er den besten Draht zu den anderen.
Dann Astaroth und Astarte, zusammen sind sie Asthaaroth. Die beiden sind entflohen aus 'Angel Sanctuary', falls dir diese Literatur bekannt ist, Glückwunsch, falls nicht, dann tust du mir Leid. Daher werde ich auch nichts über ihren Charakter sagen, falls du sie kennst, dann tust du mir Leid, falls nicht, Glückwunsch.
Und schlussendlich der kleine Tsuki, wahlweise auch Dan. Er ist ein Magier, wie du, aber er experimentiert lieber mit Zaubertränken herum und fackelt einem dabei regelmäßig die Haare ab. Er hat mich noch nicht als Besitzerin angenommen und bleibt lieber mit seiner wandelnden Perücke zuhause, aber das wird bestimmt noch.
Varasz schüttelt den Kopf und lässt die Pergamentrolle sinken, sobald zu fertig gelesen hast.
Das ist typisch für sie, Knurrt er. Ständig lässt sie mir solche Wische überbringen. Sie macht mich noch wahnsinnig.
Wenn du lebensmüde wärst, würdest du jetzt anmerken, dass er schon wahnsinnig IST, aber stattdessen liest du lieber den Brief weiter.
.:: Charakter ::.
So, das war es zu deiner Familie hier, und ich finde, dass du recht gut dazupasst. Das, was ich von dir sehe, wollte ich auch einmal in einem kleinen Absatz zusammenfassen, damit du dir nicht so ausgeschlossen vorkommst, tehihi.
Varasz, der einsame, brutale, traurige Magier. Er mag Kälte, Grün, Schlingpflanzen, Adler und seine Freiheit. Er hasst Fesseln, Draiks, Menschen, Blau und die Zeit.
Er ist in sich gekehrt und gibt einen auf mysteriös. Da er nicht freiwillig von seinem Rudel gegangen ist, neigt er zu Wutausbrüchen die manchen kleineren Pets Angst einflößen können. Durch sein unberechenbares, leicht psychopathisches Verhalten erzeugt er, sobald man in seine Nähe kommt, eine unangenehme Atmosphäre.
Fühle dich jetzt bitte nicht angegriffen an, ich mag dich trotzdem sehr. Tihi.
Und denk' dran, übe weiter an deinem Namen, okay? ;)
Liebe Grüße,
Neko
Du siehst auf und fragst Varasz, was denn der vorletzte Satz bedeuten sollte.
.:: Name ::.
Mein Name...
Er sieht dich
durchdringend an.
Früher
hieß ich, hm, ich weiß es nicht mehr... Als ich
verstoßen wurde, habe ich mich dann Varazs genannt, das ist
ungarisch für 'Zauber'.
Du versuchst,
seinen Namen auszusprechen. |Va - ra - sz| war ja noch leicht, aber was
ist bitteschön |Va - ra - zs|? Du schüttelst stumm
den Kopf, und dein Gegenüber nickt.
Niemand konnte
meinen Namen richtig aussprechen. Also habe ich die letzten zwei
Buchstaben vertauscht. Da kaum Neopianer ungarisch beherrschen,
fällt es ohnehin nicht auf.
.:: Artwork ::.
Er tut einen Schritt zurück und händigt dir dann ein paar zerfledderte, vom Regen zerfressene Blätter Papier aus, ehe er anfängt, wieder zu sprechen.
Irgendjemand kam auf die Idee, mich sinnloserweise zu poträtieren. Dz. Als ob das irgendetwas ändern würde an meinem Aussehen.
Er scheint Komplexe wegen seines Aussehens zu haben. Du nimmst die Blätter in die Hand und siehst sie vorsichtig an. 



.:: Awards ::.
Du schaust ihn fasziniert an und scheinst dich dann an etwas zu
erinnern.
Ähm...
Fängst
du leise an.
Ich habe
Gerüchte gehört, dass du Tränen vergibst?
Er lächelt wieder eines seiner mysteriösen
Lächeln.
Ja. Antwortet er schlicht, winkt
dich in einen hinteren Teil seiner Wohnhöhle und deutet auf
die Wand, an der hunderte, tausende - nun gut, sagen wir einige,
Tränen hängen. Sie sind nicht groß, aber du
erkennst sofort, dass sie dem Zeichen auf Varasz' Wange nachempfunden
sind.
Mit großen Augen starrst du an, wie sie friedlich den matten
Schein der Kerzen widergeben.
Möchtest
du eine? Fragt der
Grüne, und du nickst matt mit dem Kopf.
Dann frage am
besten Neko - mein Auge für Seiten, die eine Träne
verdient haben, ist nicht gut.
Wir haben vier Stufen Tränen: Einmal die schwarze, wie du
siehst, ist sie ganz meiner Wange nachempfunden. Sie ist die
höchste Auszeichnung überhaupt.
Dann die silberne. Auch sie ist gut.
Die dritte ist die blutrote - ich mag ihre Farbe...
Und als letztes die blaue, natürliche. Wenn ich sie dir
übergebe, dann...
Der Rest
seines Satzes verliert sich in bösem Gekichere.
Du beugst dich vor und siehst dir die Tränen genauer an, wobei
du ein Gemurmel von wegen, die Tränen sähen in
Wirklichkeit deutlicher aus, vernimmst...



Und das hier
sind die, die schon in den Genuss dieser Auszeichnung gekommen sind... Er zeigt auf einen kleinen
Abschnitt der Wand.













































Falls du eine
Träne mitnimmst, dann gebe ihr einen Rückweg zu mir. Sagt er in einem
unfreundlichen Tonfall. Du nickst augenrollend.
.:: Schlusswort ::.
Ich entlasse dich in die Freiheit. Säuselt er geheimnisvoll und deutet auf den langen Gang, an dessen Ende der Mond in voller Blüte steht.
Aber halt... Er dreht sich einmal um seine Achse und drückt dir zwei Tränen in die Hand.

Die erste ist für andere Pets, die mich ansehen möchten, und die zweite für Menschen, die einen Blick auf meine Tränen werfen wollen. Du kannst sie ja einladen, mich zu besuchen. Du schüttelst innerlich so heftig den Kopf, wie du noch nie einen Kopf geschüttelt hast. Sicher, Varasz ist faszinierend, aber seine Gesellschaft ist gewöhnungsbedürftig. Das möchtest du doch keinem noch so starken Abenteurer antun... oder?
Und andere würden sich bestimmt über einen Besuch von dir freuen. Ich habe das zwar nicht, aber wer weiß, wie solch seltsame Wesen ticken.
Er händigt dir einen ganzen Ballen von kleinen Karten, die den Weg zu anderen Pets zeigen, aus. Du schwankst bedrohlich.
Viel Spaß in der grausamen Welt dort draußen. Lächelt er diabolisch, schubbst dich auf den Gang, zieht seinen Vorhang aus Efeu wieder zu und verschließt sich erneut der Welt, die ihn zerstört hat.
Du stehst noch einige Zeit auf diesem Fleck, und gehst dann schließlich hinaus mit dem Gefühl, heute eine ganz neue Erfahrung gemacht zu haben.
.:: La fin ::.
P.S.: Danke an gurki für die Hilfe mit dem Lay! (:
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