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Die wartende Liebe |
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An einen lauen Frühlingsabend saß Rahela im hellen Schein des Mondes und dachte an ihren Geliebten, der über das weite Meer gereist war. Ihm allein gehörten ihre Gedanken wie auch ihr Herz. Sie waren schon sehr lange ein Paar und hatten beschlossen, sobald er wieder Heim käme, dass sie Heiraten würden, um ihr Glück zu vervollkommnen.
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Sie erinnerte sich noch gut an den Tag seiner Abreise. An diesem Tag erklärte er ihr, dass die Reise für ihn sehr wichtig sei. Würde er sie nicht antreten, so würde ein Unglück über ihn und die, die er liebte, hinein brechen.
Auch wenn Rahela ihn nicht gehen lassen wollte, so stimmte sie seinen Vorhaben zu und sah ihn hinterher, als er sich auf den Weg ins Unbekannte begab. |
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Während sie auf ihn wartete und in die ferne schaute, erinnerte sie sich an die Tage, an denen sie zusammen waren. Es waren Tage voller Glück und Seeligkeit. Oft saßen sie zusammen unter einen Kirschbaum. Während seiner Blütezeit war er besonders schön. Zu dieser Zeit lagen sie zusammen unter den Baum, schauten den fallenden Blüten zu und erzählten von ihren gemeinsamen Träumen und ihrer Zukunft.
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Doch am schönsten war der Gedanke an ihren ersten Kuss.
Es ging auf den Abend hinzu, als sie sich unter dem Kirschbaum trafen und der Frühling umgab sie mit einem herrlichen Duft. Nur zufällig waren beide an diesen Kirschbaum vorbei gekommen und als sich ihre Blicke trafen, spürte man fast die Anziehungskraft der zwei Seelen. Zunächst waren es nur Worte die sie wechselten, dann eine zaghafte Berührung. Als dann die Sonne unterging, lehnte Rahela sich zaghaft an seine Schulter. Er beugte sich zu ihr hinunter, nahm ihr Gesicht sanft in seine Hände und küsste sie liebevoll. Es war ein Kuss, der eine Ewigkeit dauerte und erst, als die Sonne längst untergegangen war, lösten sie sich aus ihrer Zweisamkeit. Beide jedoch wussten, dass ein unsichtbares Band sie für immer zusammenhalten würde.
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Die Zeit verging in der Rahela auf ihren Geliebten wartete. In dieser Zeit lebte Rahela in ihren Erinnerungen an ihn und wartete auf den Tag, an den sie ihn wieder sehen würde, ohne zu wissen, dass er längst auf seiner Reise gestorben war.
Er litt an einer schweren Krankheit und war auf der Suche nach dem Heilmittel. Doch als er fast an seinem Ziel war, siegte die Krankheit über ihn. Er starb unter einem Kirschbaum, weit von Rahela entfernt. Ihr hatte er nichts von der Krankheit erzählen wollen, da er nicht wollte, dass sie sich sorgte.
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Rahela bemerkte nicht, als auch ihr Körper starb. Sie saß an der gleichen Stelle, an dem sie ihn das letzte Mal gesehen hatte und ihr Geist wartete immer noch auf ihren Geliebten, den sie nie wieder sehen sollte
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